Fail fast, fail often, learn quickly – was wir von Startups lernen können!

Anlässlich des Projektmanagement Symposiums der FH des BFI Wien am 8.6.2016 durfte Bernhard Kainrath seine Ansätze und Ideen zum Thema „Fail fast, fail often, learn quickly – was wir von Startups lernen können“ präsentieren.

Grundaussagen des Vortrags waren:

  • In Europa fehlt immer noch die Unternehmenskultur, auch mal einen Fehler machen zu dürfen. Aus der US-Startup-Szene hört man, dass ein Unternehmer, der nicht zumindest einmal in Konkurs gegangen ist, kein guter Unternehmer sei.
  • Aber wie passt das mit Projekt Management und üblicherweise ehrgeizigen Projektteams zusammen, die deren Versprechen halten wollen, das Projekt erfolgreich umzusetzen?
  • Was können Projektleiter, die ja kleine Unternehmer sind, von Startups lernen?
  • Wie können auch grosse Unternehmen eine Fehlerkultur entwickeln, die Scheitern innerhalb von Projekten möglich macht?

 

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Disruption und Bildung

Der Begriff Disruption ist allgegenwärtig und wird vorwiegend mit dem derzeit stattfindenden Umbruch der Digitalwirtschaft in Zusammenhang gebracht, in welchem traditionelle Geschäftsmodelle, Technologien und Produkte von Innovationen abgelöst und teilweise vollständig verdrängt werden. Bei Disruption geht es aber nicht nur um Technologien, sondern auch um Verfahren, Prozesse, Systeme, Denkweisen und Kulturen.

Bei ganzheitlicher Betrachtung von Disruption fällt auf, daß heute völlig neue Jobprofile entstehen, die es vor einigen Jahren noch gar nicht gab. Denken wir beispielsweise an das Berufsbild der Data Scientists, die die Förderung strategisch wichtigen Wissens aus riesigen Datenmengen beherrschen, um Unternehmen die richtigen Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Der Data Scientist und anderen zukünftige Berufsbilder erfordern aber Weiterbildungsbedarf im Bereich Digitale Kompetenz und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. Herausforderung und Chance für jeden Einzelnen von uns, ebenso für Unternehmen, die in Weiterbildung und Umschulungen ihrer Mitarbeiter investieren werden müssen, um auch in der digitalen Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Ausserdem müssen Bildungsinstitutionen näher an die Wirtschaft rücken und flexibler auf deren Bedürfnisse reagieren. So wird die Digitalisierung insgesamt mehr Jobs schaffen, als verloren gehen.

So weit, so gut! Wenn wir die Themen Digitalisierung, neue Berufsbilder und Bildung im Kontext mit unseren Kindern betrachten, sollten wir keine Entweder-Oder-Diskussionen führen. Denn so wie die Online-Welt die Offline-Welt nicht vollständig verdrängen wird, die E-Books nicht die Buchwelt vollkommen umkrempeln werden, werden Internet-Kurse die traditionelle Bildung nicht ablösen. Die oft kritisierte wöchentliche Gedächtnisübung der Taferlklassler wird nicht einer ausschließlichen Förderung der Kreativität weichen. Und so wie Grundlagen in den klassischen Disziplinen Lesen und Mathematik den SchülerInnen hilft, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden, ist der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht unentbehrlich.

Die Disruption der Bildung wird dazu führen, dass individuelle Talente der Menschen so früh wie möglich identifiziert, gefördert, gestärkt und in Einklang mit den Anforderungen der Gesellschaft und der Wirtschaft gebracht werden. Denn wir werden in Zukunft nicht nur kreative Geister brauchen, sondern im Gegensatz dazu auch kühle, nüchterne Planer sowie alle anderen Fertigkeiten und Eigenschaften, die sich innerhalb dieses Spektrums befinden. Die große Herausforderung wird darin liegen, dieses Spektrum im Rahmen eines sich kontinuierlich weiterentwickelnden Prozesses lebenslang zu evaluieren und bei Bedarf anzupassen.

 

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Digitale Transformation und die dritte Plattform

Wie bereits in den vergangenen Jahren (siehe auch Blogeintrag „2014 läutet Ära der dritten Plattform ein„) wird laut IDC auch 2016 wieder das Jahr der sogenannten „dritten Plattform“ sein. IDC zählt dazu u.a. Cloud, IoT, Big Data und Soziale Netze. Aber was wird 2016 anders?

Die schnelle Einführung der Technologien rund um Cloud, Big Data, IoT & Co in Unternehmen förderte die Entwicklung zahlreicher Innovationen und Transformationen. Da sich viele Unternehmen mit der digitalen Transformation (DX) befassen, rechnet IDC damit, dass die Phase der Weiterentwicklung (die sog. „Innovation Stage“) der dritten Plattform die nächsten Jahre noch mehr an Fahrt gewinnen wird. So werden 2017 über 50% der IT-Ausgaben von Firmen für die „dritte Plattform“ getätigt, sogar über 60% bis zum Jahr 2020.

Zukünftig wird in der Unternehmens-IT nichts mehr ohne die Cloud gehen. So gut wie keine Technologie der dritten Plattform kann ohne die Cloud realisiert werden. An den Beispielen Airbnb und Uber wird deutlich: Cloud ist kein reines IT-Thema mehr, sondern integraler Bestandteil des operativen Businessmodells eines Unternehmens. Gestützt wird diese Aussage durch die Prognose, dass sich die Ausgaben der Unternehmen für Cloud-Services (inkl. Hard- und Software, Implementierung und Betrieb) bis zum Jahr 2020 verdreifachen werden und die 500 Millionen Dollar Marke gesprengt wird.

In der sogenannten DX-Economy werden Daten der Brennstoff für Innovationen sein und IDC rechnet damit, dass bis 2018 die Menge der von Unternehmen zugekauften externen Datenmengen – abhängig vom Fortschritt der digitalen Transformation im Unternehmen – bis zum Faktor 500 anwachsen wird. SaaS-Anbieter werden über „Daten-Pipelines“ Daten u.a. aus den Bereichen Marketing, Vertrieb, Marktentwicklung, News, Finanzen, IoT, Verkehr und standortbezogene Daten bereitstellen. Übrigens eine enorme Herausforderung für den Datenschutz. Im gleichen Zeitraum wird die Anzahl branchenspezifischer Clouds massiv zunehmen, da Unternehmen vermehrt Partnerschaften mit diesen eingehen, um ihre digitalen Zuliefer- und Distributionsnetzwerke auszubauen.

Da in der DX-Economy in vielen Bereichen die Preise sinken, werden Unternehmen im B2B- und B2C-Segment ihre – wie IDC sagt – „digitalen Ladentüren“ grundlegend überarbeiten müssen, um die Anzahl der Kunden und „Kunden-Touchpoints“ zu vervielfachen.

Auch die IT-Branche wird von der DX-Economy nicht unberührt bleiben. Bis 2020 wird ein Drittel der heutigen IT-Anbieter durch Übernahmen, Verkleinerung oder Neupositionierung in der jetzigen Form nicht mehr existieren. In diesem sich immer rascher ändernden Marktumfeld müssen Firmen permanent das Lösungs-Portfolio ihrer Zulieferer im Auge behalten, um gegebenenfalls die Geschäftsbeziehungen zu adaptieren.

Empfohlen wird eine Multi-Source- und Open-Sourcing-Strategie, um dem „Vendor Lock-In“ vorzubeugen (siehe auch Blogeintrag “Think ahead on risk management in the cloud bevor it’s too late„).

Mehr Informationen zu diesem Thema liefern IDC und Computerwelt.

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Der Umgang mit vertraulichen Dokumenten – Dokumenten Risk Management

Haben Sie sich als Unternehmer jemals folgende Fragen gestellt?

  • Ein Mitarbeiter verlässt das Unternehmen: Auf welche Daten hatte er Zugriff? Hat er wichtige Informationen mitgenommen? Wie kann das überprüft werden?
  • Gerichtsverfahren: Wie und durch wen können alle Informationen für die Verteidigungsstrategie zusammengetragen werden? Wie findet man rasch das entlastende Dokument?
  • Unternehmen speichern wahllos alles ab: Wie vermeidet man im Bedarfsfall die zeitaufwändige Suche nach Informationen?

Wenn Sie auf all diese Fragen keine Antworten finden, befinden Sie sich im Kreis jener Unternehmen, wo keine Risikostrukturierung von Daten und Dokumenten stattfindet. Einer der Hauptgründe dafür ist die Angst vor einer bürokratischen und verkomplizierten Bereitstellung und Bearbeitung von Dokumenten.

Aus meiner Sicht ist diese Angst unbegründet, wenn man für eine Balance zwischen Compliance, Productivity und Security sorgt – unter Berücksichtigung der Anliegen des Anwenders und des Compliance-Verantwortlichen:

  • Compliance: Der Compliance-Beauftragte benötigt beim Umsetzen der Compliance-Ziele (Policies, Nachvollziehbarkeit, etc.) viel Fingerspitzengefühl und muss die Abteilungen von der Wichtigkeit von Compliance überzeugen.
  • Productivity: Massnahmen wie z.B. eingeschränktes Bearbeiten und Drucken von Dokumenten oder generell ein unternehmensweites Datenmanagement darf die Produktivität der Anwender nicht einschränken. Eine leichte Handhabung ist unabdingbar.
  • Security: Unter Berücksichtigung der beiden oben genannten Punkte können Massnahmen wie z.B. Zwei-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung und revisionssichere Protokollierung der Zugriffe umgesetzt werden.

Bei der Umsetzung von Sicherheitsmassnahmen in Unternehmen ist unbedingt darauf zu achten, dass diese auch unternehmensextern wirksam sind. Denn paradoxerweise verlassen sensible Daten eher das Unternehmen als unsensible Informationen, da diese gemeinsam mit Externen (z.B. Anwälten oder Consultants) bearbeitet werden müssen. Unternehmer müssen daher dafür sorgen, dass Informationen rasch, sicher und unkompliziert an all jene verteilt werden, die unternehmensintern und -extern damit arbeiten müssen.

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Think ahead on risk management in the cloud before it’s too late!

Neuer Artikel von Bernhard Kainrath und Dr. Dierk Schindler über Risk Management in der Cloud im „Contracting Excellence” e-zine von IACCM.

If you’re thinking of investing in any cloud service, be smart and make sure you do your homework first. Two seasoned practitioners – Bernhard Kainrath and Dr. Dierk Schindler – discuss the importance of knowing the risks before making any commitments, so you can get the top benefits from a cloud service without any unpleasant surprises.

Today, most of the technical and commercial barriers for companies to move to a cloud infrastructure have been removed, and exciting new business opportunities are possible. But beware – cloud computing isn’t for everyone. Decision makers very often don’t know the many risks that could lie ahead or, if they do, they don’t know how to handle them. This article offers potential cloud customers an insight into questions to ask if they’re thinking of moving their data to the cloud – and future trends to consider that could change everything. Lesen Sie mehr.

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Experience Day @ Netapp – ICT meets Legal

Begleite Bernhard Kainrath, Senior Legal Manager, im Herbst 2015 zwei Tage bei seiner Arbeit (inklusive 1 Tag Aufenthalt in München). Du bekommst die Möglichkeit, Kontakt mit einem Technologieunternehmen zu knüpfen, das Netapp Team kennenzulernen, aktiv mitzuarbeiten und Gespräche mit Vertretern des EMEA Top-Managements zu führen. Eine hervorragende Chance für Jus-StudentInnen bzw. SchülerInnen der Oberstufe die IKT-Branche hautnah zu erleben und bei der beruflichen Orientierung unterstützt zu werden.

Mehr zu diesem Thema findest Du unter digitalcity.wien.

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Diversität als Innovationsgarant

Society.Institute

Anlässlich des Projektmanagement Symposiums der FH Bfi durften Bernhard Kainrath und Martin Giesswein ihre Ansätze und Ideen zur neuen Rolle des Projektmanagers im Innovationsumfeld präsentieren.

Grundausagen des Vortrags waren:

  • Große, seit längerem aktive, Unternehmen können nur schwer disruptive Innovation in den Markt bringen.
  • Innovation ist trotzdem möglich, durch Integration von Startups und Anwendung neuer Projektmethoden wie zum Beispiel Design Thinking.
  • Die Rolle des Projektmanagers ist ausschlaggebend, denn er/sie setzt die Innovationsprojekte um.
  • Optimalerweise beherrschen die modernen Projektmanager mehrere Methoden (Waterfall, Design Thinking, Scrum, Innovation Boot Camps, etc.) und setzen die richtige Methode im richtigen Projektabschnitt ein.

Details dazu im Buch Globale Projekte managen: Neue Wege für die weltweite Projektarbeit.

Wir freuen uns über ihre Kommentare, Emails und Anregungen aus ihrer Praxis zu diesem Thema:

bernhard.kainrath@chello.at
martin@giesswein.org

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