Analyze der Gesundheitsdaten: Kostenminimierung durch Big Data

Gastbeitrag von Mag. Alexander Weinbacher:
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Die Datenbestände wachsen exponentiell. Wir haben heute mehr Informationen verfügbar denn je und sind doch kaum in der Lage, diese Vielfalt an Daten zur Verbesserung unserer Entscheidungen zu nützen. Dies will Content Analytics (CA) ermöglichen. Ziel ist es, Entscheidungen fundierter als bisher zu treffen, also basierend auf gesicherten Erkenntnissen anstatt auf Hörensagen, Gewohnheit und Vermutung.

Die Mehrzahl der Daten liegt aber nicht in strukturierter Form vor (Datenbanken mit fixem Raster wo welche Information einzutragen ist), sondern unstrukturiert in Emails, Dokumenten, Blogs und Multimediainhalten wie Mitschnitten wissenschaftlicher Vorträge. Mittels semantischer Analyse (Semantik=Bedeutungslehre) werden diese Inhalte verarbeitet, Sinnzusammenhänge automatisch erkannt und strukturiert aufbereitet. Die dazu nötige Software hat in den letzten zehn Jahren einen schier unglaublichen Entwicklungsschritt nach vorne vollzogen und ist nun bereit für den Praxiseinsatz. Und hier meine ich nicht das, was uns Google seit zehn Jahren täglich vorführt…

Einer der Wachstumsmärkte für CA ist ein Bereich, der sich seit langem hartnäckig und geschickt fast jedem Versuch von objektiver Qualitätskontrolle zu entziehen vermochte – das öffentliche Gesundheitswesen: In Arztbriefen, Befunden, Patientenakten liegen ungeahnte, wertvolle Informationen brach, die unmittelbar in die Verbesserung der Therapieerfolge einfliessen können und zur Eindämmung unnötiger, kostspieliger (Mehrfach-) Untersuchungen zukünftig auch werden müssen!

Durch Auswertung dieser gigantischen Datenmengen können aufgrund objektiv gemessener und dokumentierter Praxisdaten die Therapiewege in mehr erfolgreiche und weniger erfolgreiche kategorisiert werden. Ausgehend von der Diagnose wird – abgestimmt auf den jeweiligen Patiententypus – dem Arzt vorgeschlagen, welche Therapiemethode basierend aus der Erfahrung von Millionen abgeschlossener oder gescheiterter Heilungen die erfolgversprechendste sein sollte. Mit jedem Anwenden steigen die Erkenntnisse und die Treffsicherheit.

Diese Entscheidungsunterstützung ist tagesaktuell, auf Fakten basierend und lässt dennoch ausreichend Spielraum für die Entscheidung des Arztes der kraft seiner Erfahrung die Letztverantwortung trägt. Jedoch wird er dabei zukünftig leichter und rascher auf objektive Entscheidungsgrundlagen zurückgreifen können als derzeit: Eine objektive und gesicherte Wissensbasis, die keine andere  Heilmittelinformation jemals bieten kann und oft auch nicht will!

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Über Bernhard Kainrath

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