Industrie 4.0 – Die vierte industrielle Revolution

Die erste industrielle Revolution wurde durch Wasser- und Dampfkraft ermöglicht. Massenproduktion mit Hilfe elektrischer Energie läutete die zweite Revolution ein. Internet, Elektronik und IT brachten die dritte Revolution. Mittlerweile stehen wir an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution.

An der Industrie 4.0 wird längst intensiv geforscht, in namhaften Betrieben laufen erste Projekte und es ist eines der Themen am diesjährigen European Forum Alpbach. Ziel ist, das „Internet of Things“ auch in den Produktionshallen der Industrie zu etablieren. Alle an der Produktion Beteiligten (Teile, Steuerungssysteme, Maschinen, Beschäftigte, Kunden,…) sowie das Endprodukt selbst werden intelligent miteinander vernetzt. Die einzelnen Komponenten solcher „Smart Factories“ werden durch Einbau von Arbeitsspeicher, Sensoren und programmierbarer Bauteile „intelligent“ gemacht und steuern sich in einem sogenannten „cyber-physischen System“ gegenseitig.

Die Effizienz- und Produktivitätssteigerungspotentiale sind enorm:

  • Sich selbst steuernde und überwachende Fertigung. Produktionsmaschinen wissen selbst, zu welchem Zeitpunkt bestimmte Fertigungsprozesse durchlaufen werden müssen und koordinieren diese auch selbstständig.
  • Eine zentrale Steuerung wird überflüssig, da sich Produktionsmaschinen flexibel aufeinander einstellen können. Der Einfluss des Menschen auf Produktionsmaschinen nimmt somit ab.
  • Ausfälle von an der Produktion beteiligter Komponenten werden von anderen verfügbaren Komponenten kompensiert.
  • Automatische Abstimmung von Produktionsflüssen.
  • Optimierung der Logistik auf den Gesamtprozess.

Ein Beispiel:

Ein Bauteil im Auto ist künftig so ausgestattet, dass es kontinuierlich Daten über seinen Zustand sammelt und mitteilen kann, wenn ein Austausch nötig wird – und das, bevor es zum Ausfall kommt. Das Produkt sendet selbstständig eine Mitteilung an den Hersteller, dass Ersatz gefertigt werden muss. Die Bestellung enthält neben genauen Angaben zum Fahrzeugtypen auch die Information, wohin das Bauteil anschließend versandt werden muss. In der Fabrik wird der Auftrag bearbeitet, die Maschinen konfigurieren sich selbst so, dass das passende Teil gefertigt wird und schicken es schließlich auf die Reise an den richtigen Zielort. Der Termin in der Werkstatt ist dann bereits vereinbart – auch darum hat sich das Auto gekümmert.

Quelle: http://www.plattform-i40.de/hintergrund/visionen

Industrie 4.0 bleibt ein hochspannendes Thema, dessen zukünftige Entwicklungen und immensen Potentiale wir derzeit nur erahnen können.

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Über Bernhard Kainrath

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